Eisklettern ist faszinierend, aber die Unfallgefahr ist nicht zu unterschätzen. Gemäss einem Merkblatt des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) muss ein Steileiskletterer stark (physisch und psychisch) und erfahren sein (selbstkritisch, taktisch klug, geduldig, kennt das Eis, findet den Weg). Ausserdem muss er umsichtig planen (Eisverhältnisse, Wetter, Lawinen, Zeit) und flexibel sein (Mut zur Umkehr, Änderung des Ziels, Aufschub, andere auf Gefahren aufmerksam machen). Auch die Ausrüstung und die Klettertechnik müssen der Tour angepasst sein. Je zarter die Eissäule ist, desto sauberer und behutsamer muss die Klettertechnik sein.
Das Eingehen von Risiken ist nicht verboten, kann aber bei besonders gefährlichen Sport-arten im Falle eines Unfalls dazu führen, dass Leistungen gekürzt oder sogar verweigert werden. So gelten z.B. Base-Jumping oder Ski-Geschwindigkeits-Rekordfahrten als absolute Wagnisse.
Die 2. Säule ist eher robust als zart, aber auch hier sind Verantwortungsbewusstsein, umsichtige Planung und Flexibilität gefragt. Um die Technik zu erlernen, stehen den Stiftungsrätinnen und Stiftungsräten entsprechende Aus- und Weiterbildungen zur Verfügung. Sind sie einmal in der Eiswand, können sie auf die Beratung und Unterstützung von Experten zählen. Der Akzentteil dieser Ausgabe gibt weitere Anregungen, wie das glatte Eis der 2. Säule zu meistern ist. Doch klettern muss am Schluss jede Stiftungsrätin und jeder Stiftungsrat selber.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Winter, ob eisig oder nicht, und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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