Luzerner Tagung zum Vorsorgerecht

Teilliquidation von Vorsorgeeinrichtungen

Die Tagungsreihe des Luzerner Zentrums für Sozialversicherungsrecht und des vps.epas behandelt jährlich einen aktuellen Schwerpunkt in der Rechtsentwicklung und Rechtsprechung. Diese Weiterbildung im Bereich Sozialversicherungsrecht befasst sich im 2021 mit Fragen rund um Teilliquidationen. Diese sind sehr spezifisch zu betrachten und abhängig von Struktur, rechtlicher Form und Lage der Vorsorgeeinrichtung.

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Inhalt

Die aktuelle Situation der Wirtschaft und der schnelle Strukturwandel in Unternehmen hat Folgen für Vorsorgeeinrichtungen: Die Zahl der Teilliquidationen ist aktuell steigend. Eine Teilliquidation stellt für eine Vorsorgeeinrichtung ein aufwendiges Projekt dar, welches in vielen Detailbereichen immer wieder neue Fragen aufwirft. Selbiges gilt ebenfalls für die Gesamtliquidation einer Einrichtung, welche als anspruchsvolles Verfahren eine korrekte Abwicklung erfordert.

Programm, Referentinnen und Referenten

Teilliquidationsreglement: Hinweise für die Praxis
Pro Jahr müssen zwischen 5 und 10 Prozent aller Schweizer Pensionskassen eine Teilliquidation durchführen. Die Voraussetzungen und das Verfahren sind vorgängig reglementarisch zu konkretisieren. Trotz zahlreicher Vorgaben stellen sich in der Praxis immer wieder Fragen.
Dr. Sabina Wilson, Rechtsanwältin

Fallstricke bei Teilliquidationen
Aus versicherungstechnischer Sicht gibt es zahlreiche Fallstricke zu beachten, zum Beispiel die Neubewertungen und die daraus resultierende Folge, dass die Teilliquidationsbilanz nicht mit der Jahresrechnung übereinstimmt, die Frage der Übertragung von versicherungstechnischen Risiken, das «Schicksal» der Rentner oder das Thema Arbitrage.
Reto Leibundgut, Dr. oec., Aktuar SAV, eidg. dipl. PK-Experte, Partner c-alm AG

Teilliquidation aus Sicht der Aufsichtsbehörde
Die Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden hat ein Merkblatt zu Teilliquidationen erlassen. Das Merkblatt gilt für Vorsorgeeinrichtungen, welche reglementarische Leistungen ausrichten. Es zeigt auf, was die betroffenen Vorsorgeeinrichtungen bei der Reglementsanpassung aus der Sicht der kantonalen Aufsichtsbehörde zu beachten haben. Dennoch führt die praktische Umsetzung von Teilliquidationen zu verschiedenen Fragen.
Christina Ruggli, Dr. iur., Advokatin, ehem. Geschäftsleiterin BVG- und Stiftungsaufsicht beider Basel BSABB

Rechtsprechung zur Teilliquidation
Teilliquidations-Tatbestände; Teilliquidation infolge Kündigung des Anschlussvertrags; Anspruch auf Rückstellungen, Übertragung eines versicherungstechnischen Risikos; Gleichbehandlungsgebot bei der Teilliquidation einer Gemeinschaftseinrichtung; Teilliquidation und Fälligkeit der Austrittsleistung ...: Dies einige der zahlreichen Stichworte zur Rechtsprechung der jüngsten Vergangenheit.
Hanspeter Konrad, lic. iur., Rechtsanwalt, Direktor Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP

Teilliquidation patronaler Wohlfahrtsfonds
Mit der 1. BVG-Revision wurde das System der Teilliquidation nicht nur für die registrierten Vorsorgeeinrichtungen, sondern auch für patronale Wohlfahrtsfonds grundlegend geändert. Auch für die patronalen Wohlfahrtsfonds galten nicht mehr die früheren zivilrechtlichen Bestimmungen über die Teilliquidation von Stiftungen, sondern die Bestimmungen des BVG. Mit dem Inkrafttreten der parlamentarischen Initiative Pelli «Stärkung der Wohlfahrtsfonds mit Ermessensleistungen» wurde die Anwendung der Bestimmungen des BVG auf den 1. April 2016 wieder rückgängig gemacht. Für die patronalen Wohlfahrtsfonds gilt nun wieder das Recht vor der 1. BVG-Revision.
Jürg Brechbühl, lic. iur., Rechtskonsulent Prof. Dr. Marc Hürzeler GmbH, ehem. Direktor BSV

Die Rolle des Sicherheitsfonds bei Teilliquidationen
Als Akteur hat der Sicherheitsfonds bei Teilliquidationen eine unbedeutende Rolle – sofern diese korrekt abgewickelt worden ist. Ausnahmen bestätigen hier die Regel.
Beat Christen, Fürsprecher, Stellvertreter Mandatsleiter, Sicherheitsfonds BVG

Tagungsleitung

Marc Hürzeler, Prof. Dr. iur., Vorsitzender der Geschäftsleitung Prof. Dr. Marc Hürzeler GmbH, Professor für Sozialversicherungsrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern, Lehrbeauftragter an der Juristischen Fakultät der Universität Basel, Sozialversicherungsfachmann mit eidg. FA

Tagungsmoderation

Benjamin Dubach, Mlaw., Mitglied der Geschäftsleitung Prof. Dr. Marc Hürzeler GmbH, Doktorand an der Universität Luzern
Peter Schnider, Dr. phil I, Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge mit eidg. FA, Direktor vps.epas

Luzerner Tagung zum Vorsorgerecht


Buchung

Luzerner Tagung zum Vorsorgerecht

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Kontakt

Simone Ochsenbein
+41 41 317 07 23

Luzerner Tagung zum Vorsorgerecht


Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an Juristen, die sich aufgrund ihrer Tätigkeit mit aktuellen Fragen des Sozialversicherungsrechts befassen müssen und an Geschäftsführer von Vorsorgeeinrichtungen, Pensionsversicherungsexperten und Wirtschaftsprüfer, die in ihrer täglichen Arbeit mit praktischen Abwicklungsfragen der beruflichen Vorsorge konfrontiert sind.


Datum und Ort

NEU! Auch als Live Stream auf unserer Lernplattform buchbar: Besuchen Sie die Tagung bequem und einfach vom Büro oder von zu Hause aus. Neben der Präsenzveranstaltung bieten wir Ihnen die digitale Teilnahme an.

Donnerstag, 9. September 2021

Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern


Zeit

13.00 – 17.15 Uhr


Kosten

CHF 450.– pro Teilnehmer/in
CHF   50.– Studierende und Assistierende

Bei mehreren Anmeldungen der gleichen Rechnungsadresse: 1. Teilnehmer/in ganzer Preis, ab 2. Teilnehmer/in 10% Rabatt

Preis inkl. digitale Unterlagen, Weiterbildungs-Zertifikat und Pausenerfrischungen

AGB


Credit Points

Berufliche Vorsorge: 4.5 CP
Cicero: 4 CP

Mitveranstalter

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